Kartenspiele und das Spiel ums Glück
Saturday, October 18th, 2008Schon die alten Ägypter glaubten an die Karten — wenn es um ihre Zukunft ging. Im alten China und Indien nutzte man die Karten ebenfalls zum Weissagen, aber auch bereits zum Spielen. Ein wahrer Boom des Kartenspiels brach im Europa des 15. Jahrhunderts aus. Die Spiellust erfasste Menschen aller Schichten: in bäuerlichen Hütten wie Adelspalästen, auf dem Land wie in der Stadt – überall wurde dem Kartenspiel gefrönt. Rasch hatten die Spieler erkannt, dass das Kartenspiel nicht nur Vergnügen bereitete, sondern auch ideal dazu geeignet war, den Geldbeutel zu füllen.
In den Kneipen und Gasthäusern Europas, besonders in Orten mit Häfen und wo Märkte stattfanden, blühte das Glücksspiel mit Karten. Bald entstanden auch Spielsalons, später Casinos, in denen verschiedene Spielarten angeboten wurden. Viele der damals beliebten Kartenspiele sind heute vergessen, aber einige Spiele konnten überleben. Bereits im Mittelalter bekannt war z. B. das Baccarat. Das aus Italien stammende Spiel verbreitete sich schon bald auch in Frankreich, wo sich vor allem die aristokratische Oberschicht damit die Zeit vertrieb.
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