Berühmte Glücksspieler
Friday, October 31st, 2008Im 17. Jahrhundert widmeten sich mehrere große Wissenschaftler der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dazu zählen der Franzose Blaise Pascal, Jakob Bernoulli aus der Schweiz und der Deutsche Gottfried Wilhelm Leibniz. Ein Motiv der Gelehrten bei ihren mathematischen Untersuchungen war es, die Gewinnchancen im Glücksspiel zu optimieren und ihnen eine berechenbare Grundlage zu geben. Wenige Jahrzehnte später schrieb der deutsche Dichter Gotthold Ephraim Lessing – auch er liebte das Glücksspiel – die Komödie „Minna von Barnhelm“, in der er einen französischen Spieler auftreten ließ. Dieser Riccaut de la Marlinière erscheint als ein Draufgänger zwischen Don Juan, Casanova und französischem Akademiemitglied. Zwar bildet er den Gegenpol zum männlichen Haupthelden, dem kompromisslosen, ehrenhaften Tellheim, aber letztlich vermag er es, Minna von Barnhelm Hinweise für ein mögliches Handeln, für das Bewältigen von Zufällen zu vermitteln.
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